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Chili-Wiki

Von A bis Z alles wissenswerte über und um Chili-Pflanzen!

 

A

Additive

Unter Additiven versteht man Zusatznährstoffe, welche eine Pflanze je nach Entwicklungsphase benötigt. Dabei gibt es zum Beispiel Stimulatoren für eine bessere Wurzelbildung, Vitaminsprays für eine höhere Widerstandskraft, Enzyme für eine verbesserte Nährstoffaufnahme oder aber auch Pflanzenschutzmittel. Oftmals sind Additive hoch konzentriert, so dass nur eine sehr geringe Menge benötigt wird. Wichtig ist es bei der Verwendung von Additiven nicht zu übertreiben, da ansonsten der Pflanze mehr geschadet, wie geholfen wird.

 

Alkaloide

Alkaloide sind natürlich vorkommende chemische Verbindungen, welche sich auf menschliche und tierische Organismen auswirken. Zu den Alkaloiden gehört unter anderem das in den Chilischoten auftretende Capsaicin. Ein weiteres bekanntes Alkaloid ist Morphin.

Annuum

Die Capsicum Annuum ist die am häufigsten vorkommende Chiliart. Sie wächst vorwiegend in China, Indien, Mexiko, sowie im Süd- und Südostasiatischen Raum. Ihre Chili-Pflanzen sind oftmals eher mild bis mittelscharf. Zu dieser Art gehören Chili Cayenne, Jalapeno und die Pimiento de Padron. Häufig sind die Pflanzen gross und keimen sehr schnell. Auch der Fruchtertrag ist schnell da. Daher ist die Capsicum Annuum gut für Anfänger geeignet.

Aussaat

Für jeden Chilizüchter ist die Aussaat der Chili Samen der Beginn der neuen Chilisaison! Diese beginnt in der Regel im Januar bis März. Dabei ist es wichtig auf die Reifezeit der Früchte zu schauen, so dass bei langer Reifezeit entsprechend frühzeitig mit der Aussaat begonnen wird. In unseren Breitengraden ist es praktisch unmöglich die Chili Samen im Freiland zu pflanzen, da es zu kalt ist. Idealerweise setzt man die Chili Samen 2-3cm tief in eine Anzuchterde, in Torfquelltöpfe oder in Plugs. Die ideale Temperatur bei der Aussaat beträgt, abhängig der Chili-Gattung, 22 bis 28°C. Die Luftfeuchtigkeit muss relativ hoch sein. Daher empfehlen sich die Aussaat in einem Stecklingskasten vorzunehmen und die Verwendung einer Heizmatte. Sobald die Chilipflanzen nach ein bis zwei Wochen gekeimt sind wird das Thema Licht sehr wichtig. Bei zu wenig Licht „schiessen“ die Chilisämlinge in die Höhe. Hier kann die Benutzung einer Anzuchtlampe helfen.

B

Baccatum

Die Chiliart Capsicum Baccatum kommt grösstenteils in Südamerika vor. Es handelt sich dabei um eher kleine Chili-Pflanzen, welche viel Sonne brauchen. Alle Baccatum-Arten haben ein fruchtig-rauchiges Aroma und der Schärfegrad reicht von 3'000 bis 100'000 Scoville. Die wohl bekannteste Baccatum-Chili ist die Aji Amarillo.

Bewässerung (Giessen)

Die Bewässerung oder das Giessen der Chilipflanzen ist eigentlich eine einfache Geschichte. Grundsätzlich benötigen die Pflanzen nicht allzu viel Wasser. Auch bei Wasserknappheit geht die Chilipflanze nicht sofort kaputt - so lassen sich hängende Blätter wieder ganz einfach mit einem starken Giessen korrigieren. Was Chilipflanzen definitiv nicht vertragen ist zu viel Wasser oder Staunässe.

Mit jedem Giessen spült man bei der Erde einen Teil der Nährstoffe aus. Vor allem bei der Topfhaltung kann dies nach geraumer Zeit zu einem Problem werden. Daher ist es empfehlenswert mit jedem Giessen die Chilipflanzen mit einem Flüssigdünger zu versorgen oder einen Festdünger zu streuen.

Bei der Bewässerung gibt es den Mythos, dass wie weniger Wasser die Chilipflanze erhält, desto schärfer werden die Früchte. Dies aufgrund des geringeren Wasseranteils in den Schoten. Ob dies stimmt oder nicht, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Richtig ist jedoch, dass wenn das Wasser eher knapp gehalten wird, die Wurzeln stärker ausgeprägt sind, da diese das Wasser suchen.

Blüten

Sobald die ersten Blüten bei einer Chilipflanze erscheinen, weiss man, dass die Anzuchtphase überstanden ist. Chilis blühen weiss oder gewisse Sorten auch violett. Die Blütenkelche sitzen in den Blattachseln. Es können mehrere Blüten innerhalb einer Blattachsel sein. Die Anzahl der Blüten ist ein Vorläufer für den möglichen Ertrag, da die Früchte aus den Blüten entstehen. Zeitlich kann die Chili-Pflanze bis zum ersten Frost blühen und Früchte bilden. Je mehr Blüten eine Pflanze hat, desto besser geht es ihr. Umgekehrt kann man jedoch auch sagen, dass wenn die Chilipflanze wenig bis keine Blüten bildet oder diese abfallen, dass die Pflanze nicht gesund ist, oder nicht den optimalen Standort hat.

C

Capsaicin

Capsaicin (CPS) ist der Stoff, welcher die verschiedenen Paprika-Sorten scharf macht. Es kommt  vorwiegend bei den Capsicum-Pflanzen vor. Dabei reizt der Stoff die Rezeptoren und erzeugt ein Hitze- und Schärfegefühl.

 

Chinense

Capsicum Chinense Chilis finden ihren Ursprung in Peru. Aufgrund klimatischer Bedingungen sind sie heute jedoch stark in der Karibik, Afrika und in Indien/Bangladesch  verbreitet. Die bekanntesten Sorten sind wohl die Habanero und Naga Bhut Jolokia.

Die Capsicum Chinense gibt es in sehr vielen Ausprägungen, da diese schon seit langer Zeit domestiziert werden und es viele Kreuzungen gab. Grundsätzlich sind die Chinense-Pflanzen eher klein (50-80cm) und sehr stark verzweigt. Dadurch ergeben sich viele Früchte. Die Form der Früchte variiert sehr stark. Oftmals sind die Schoten jedoch sehr scharf, haben aber ein ausgewiesenes fruchtiges Aroma. Es gibt aber auch mildere Sorten wie die Aji Dulce oder NuMex Suave.

D

 

Dünger

Unter Dünger verstehen wir Nährstoffe, welche häufig für Pflanzen eingesetzt wird. Volldünger enthalten in der Regel immer Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K). Es können noch diverse weitere Nährstoffe oder Enzyme im Dünger vorkommen.

Oftmals werden Dünger nach ihrer chemischen Verbindung unterteilt. Dabei unterscheiden wir mineralische und organische Dünger. Organische Dünger enthalten die Nährstoffe aus organischen Verbindungen wie z.B. Pflanzenteilen oder tierische Ausscheidungen. Mineralische Dünger bestehen aus mineralischen Salzen. Der mineralische Dünger lässt sich besser und gezielter einsetzen. Zudem kann zwischen Flüssig- und Festdünger unterschieden werden.

Die Nährstoffaufnahme der Pflanze kann auf verschiedene Arten erfolgen. Z.B. über den Boden und die Wurzeln, oder aber direkt über die Blätter.

Je nach dem Stadium der Pflanze sollte man unterschiedliche Dünger einsetzen. Während der Wachstumsphase ist z.B. der Stickstoff-Anteil im Dünger von Bedeutung. Für eine reiche Blüte und Fruchtbildung wird hingegen Dünger mit einem erhöhten Phosphat-Anteil empfohlen.

Bei der Düngung der Chilipflanzen sollte unbedingt auf die richtige Dosierung geachtet werden. Zuviel Dünger schadet den Chilipflanzen. Auch Chili-Sämlinge und Stecklinge sollten nicht zu viel Dünger erhalten.

E

Erde (Pflanzenerde)

Chilipflanzen sind ziemlich anspruchslos was die Erde betrifft. Nur schwere, lehmige Böden, wo sich Staunässe bilden kann, vertragen sie nicht. Im Freien setzt man Chilipflanzen idealerweise in lockere, sandige, kiesige Erde. In Kübeln eignet sich am Besten eine vorgedüngte, lockere Pflanzenerde.

Ernte

Einen genauen Erntezeitpunkt gibt es bei den Chilischoten nicht. Vielmehr lassen sich die Früchte über einen langen Zeitraum ernten. Erst mit dem ersten Frost stirbt die Pflanze dann eines natürlichen Todes. Die Früchte verzeihen es, wenn sie bis zu einem Monat länger an der Pflanze hängen. Sie trocknen zwar etwas aus, dies verstärkt jedoch eher den Geschmack. Wie regelmässiger geerntet wird, desto mehr Früchte bildet die Pflanze. Sobald die Früchte eine leicht glänzende Oberfläche haben, ist der richtige Erntezeitpunkt gefunden. Wichtig ist es dann, die Schoten mit dem Stängel mit beiden Händen abzudrehen. So sind die Früchte länger haltbar. Anfänger können eine saubere Gartenschere zum Pflücken der Chilischoten benutzen.

F

Früchte (Chilischoten)

Chilipflanzen können hunderte von Schoten an einer Pflanze haben. Je nach Art und Sorte gibt es die Früchte in allen erdenklichen Farben, Grössen und Formen. Die Schoten bestehen aus dem Stiel, der Krone, der Plazenta, den Samen, dem Fruchtfleisch, der Innen- und Aussenhaut sowie den Capsaicin-Drüsen. Die Capsaicin-Drüsen sind mit den Chilisamen verbunden, deshalb ist es ratsam vor dem Verzehr die Chilisamen zu entfernen. Ursprünglich ist die Produktion des Capsaicins dazu vorgesehen die Samen vor dem Verzehr durch andere Lebewesen zu schützen.

Oftmals befinden sich die Chilisamen eher im oberen Teil der Schote, weshalb auch die Spitze am wenigsten scharf ist.

Chilischoten sind sehr gesund und enthalten viele Vitamine und Eiweiss. So sollen die Früchte gegen einige Krankheiten wie Diabetes und bestimmte Krebsarten helfen.

Frutescens

Capsicum Frutescens ist eine eher unbekannte Chili-Gattung. Sie wächst zu kleinen Sträuchern heran, welche bis zu zwei Meter gross werden können. Im Alter verholzen der Stamm und die Zweige relativ stark. Die Früchte der Frutescens-Chilis sind oftmals sehr scharf, so dass diese sehr gut für die Herstellung von Gewürze und Saucen geeignet sind. Die bekannteste Chilipflanze der Frutescens-Familie ist der Tabasco.

G

 

Geisterchili

Die Naga Bhut Jolokia wird umgangssprachlich oft als Geisterchili bezeichnet. Diese Bezeichnung kommt von der extremen Schärfe, welche die Naga Bhut Jolokia hat (bis zu 1 Mio. Scoville). In Wirklichkeit können aufgrund der Schärfe für ungeübte Chili-Esser entsprechende Folgen aufgrund des Verzehrs vorkommen. Z.B. Schmerzen, Halluzination und ggf. auch das die Person Geister sieht. Naga Bhut Jolokia war lange die schärfste Chili der Welt. Heute ist dies die Carolina Reaper (Stand 2018).

Geisterchilis lassen sich am besten trocknen und danach zu Gewürzen verarbeiten. Beim rohen Verzehr wird der leicht fruchtige Geschmack aufgrund der schnell eintretenden Schärfe nicht wahrgenommen.

Für eine reiche Ernte benötigen die Geisterchilis, wie die meisten scharfen Sorten, genügend Dünger. Ausgeprägten Geschmack der Chilischoten erreicht man mit organischem Dünger.

Gewächshaus / Folientunnel

Da Chilipflanzen warme Temperaturen lieben, halten viele Chilifans ihre scharfen Lieblinge in einem Gewächshaus oder in einem Folientunnel. Dabei ist zu beachten, dass die Pflanzen genügend Licht erhalten (abhängig von Stegplatte oder Folie). Wichtig ist auch, dass genügend Insekten den Weg zu den Blüten finden, damit diese bestäubt werden können. Mit Hilfe eines Gewächshauses oder eines Folientunnels schützt man die Chilipflanzen vor leichtem Frost. So kann die Chilisaison locker um zwei Monate verlängert werden.

H

Hitze

Alle Paprika-Sorten lieben warme Temperaturen. Für Chilipflanzen kann es nicht warm genug sein. Deswegen ist es wichtig, die Chilipflanzen an einen warmen, sonnigen Standort zu pflanzen. Für ein gutes Wachstum benötigen gewisse Arten (z.B. Rocoto) jedoch einen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht.

In unseren Breitengraden ist die Chilisaison oftmals relativ kurz, da die richtigen „Chili-Temperaturen“ erst ab Ende Mai vorhanden sind. Zudem ist die Saison manchmal früh vorbei, denn mit dem ersten Frost stirbt die Pflanze eines natürlichen Todes. Deshalb empfiehlt sich für Chilifans oftmals die Anschaffung eines Folientunnels oder Gewächshauses. Dies verlängert die Chilisaison ganz einfach um 2-3 Monate.

I

Indoor

Chilipflanzen können gut im Haus oder im Wintergarten gehalten werden. Wichtig ist bloss, dass sie genügend Licht erhalten und der Standort sonnig und warm ist. An einem idealen Platz kann die Chilipflanze praktisch das ganze Jahr Früchte bilden. Einzig bei der Bestäubung muss man mit einem feinen Pinsel nachhelfen, da es im Haus oft zu wenige Insekten hat.

Auch die Anzucht findet meistens Indoor statt. Bei kleinen Mengen an Pflanzen reicht oftmals ein etwas grösserer Stecklingskasten. Soll jedoch eine grössere Menge (so ab 50 Chilipflanzen) gezogen werden, lohnt sich die Anschaffung einer Growbox mit dem entsprechenden Zubehör schon fast. Es stellt sich jedoch immer die Frage, ob man diese Investitionen tätigen will, oder ob man dann doch lieber die Chilipflanzen kauft.

J

K

 

Klima

Die Art des gewünschten Klimas für die Chilipflanze hängt stark von der Gattung der Chili ab. Grundsätzlich kommen die meisten Chili-Sorten in warmen, tropischen Gebieten vor. Daher sind die idealen Temperaturen oftmals über 20°C. Die Capsicum Chinense mögen es jedoch deutlich wärmer, so machen dieser Gattung Temperaturen bis 30°C nichts aus, sondern sind sogar eher gewünscht. Auch die Annuum-Sorten können sehr gut mit Wärme umgehen. Bezüglich der Kälte sind Chilipflanzen hingegen schon deutlich empfindlicher. So wachsen die Capsicum Chinense in Gebieten, wo es selten unter 15°C wird. Die Rocoto allerdings braucht ein hohes Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht und verträgt kalte Temperaturen bis 5°C. Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. So ist die ideale Luftfeuchtigkeit für die Chilipflanzen zwischen 60 und 70%. Bei der Aussaat kann die Luftfeuchtigkeit auch ohne weiteres höher liegen.

Um optimale Resultate bei der Ernte zu erzielen informiert man sich am besten, in welchen Klimazonen die Chilipflanze natürlich vorkommt. Diese Klimabedingungen sollte man dann möglichst erreichen, damit die Pflanze optimal gedeihen kann.

In der Schweiz ist es ratsam die Chilipflanzen nicht vor Mitte Mai nach draussen zu bringen, da die Gefahr von Nachtfrost da ist – dies wäre der sichere Tod für die Pflanzen.

Königsblüte

Die Königsblüte ist die erste Blüte, welche auf der ersten Verzweigung der Chilipflanze wächst. Es wird oft darüber gestritten, ob die Königsblüte nun gut ist, oder diese weggeknipst werden soll. Die einen Chilifans meinen, dass diese Blüte zu viel Kraft der Pflanze benötigt und so das Wachstum einschränkt. Die anderen Chilifans behaupten jedoch, dass dies keine Rolle spielt. Einen wissenschaftlichen Beweis der einen oder anderen Theorie gibt es jedoch nicht.

Kreuzung

Von Kreuzungen sprechen wir wenn verschiedene Chili-Arten gemeinsam oder in näherer Umgebung zueinander gepflanzt sind und die Bestäubung sich verkreuzt. Hier bilden sich zwar wie gewohnt Früchte, jedoch ist das Saatgut oftmals unbrauchbar.

L

Licht (Pflanzenlicht)

Licht ist für die Chili-Pflanzen unheimlich wichtig. Chilis wachsen bei Dunkelheit, da es sich um ein Nachtschattengewächs handelt. Bekommen sie jedoch zu wenig Licht, dann wachsen sie zu schnell. Dies nennt man dann das sogenannte „Schiessen“. Daher lieben Chili-Pflanzen helle und sonnige Standorte. Es sollte darauf geachtet werden, dass sie mindestens 6-7 Stunden pro Tag in der Sonne stehen.

Wenn die Pflanze genügend Licht erhält, dankt sie dies mit einem richtig buschigen Wachstum und vielen Verzweigungen. Viele Verzweigungen bedeuten am Schluss auch viele Blüten und somit eine reiche Ernte.

Oftmals beginnt man im Winter mit der Anzucht der Chilis. Während dieser Jahreszeit sind jedoch die Tage kurz und dunkel. Die Pflanzen erhalten zu wenig Licht. Hier wird empfohlen eine Anzuchtlampe für die Chilisämlinge zu verwenden. Dabei ist darauf zu achten, dass eine hohe Anzahl an Lux erreicht wird und die richtigen Lichtwellen abgedeckt sind. Vorsicht ist bei der Wärmeentwicklung der Lampe geboten. Die Distanz zur Chilipflanze sollte ausreichend sein, damit die Lampe die Chilipflanzen nicht verbrennen.

M

N

 

Nachschattengewächs

Nachtschattengewächse (bot. Solanaceae) gehören zu der Familie der bedecktsamigen Pflanzen. Es gibt als Nahrungs- und als Zierpflanzen. Aufgrund der beinhalteten Alkaloide und Steroiden haben die Nachtschattengewächse eine wichtige Bedeutung als Medizin-, Rausch- und Kultpflanzen. Ein bekanntes Nachtschattengewächs ist zum Beispiel, neben den Capsicum (Paprikas), auch der Tabak.

N-P-K

Die Abkürzung N-P-K steht für die Zusammensetzung von Dünger oder Additiven. Dabei es sich um N - Stickstoff, P - Phosphor und K-Kalium. Dabei bedeutet z.B. die Angabe N-P-K 3-1-3 das der Dünger 3% N, 1% P und 3% K enthält. N-P-K sind die Nährstoffe, welche Pflanzen hauptsächlich benötigen. Es können jedoch noch weitere dazu kommen, wie z.B. Schwefel, Magnesium, Zink, Kupfer usw. Grundsätzlich wird Stickstoff hauptsächlich für das Wachstum der Pflanze verwendet.

O

P

Paprika

Paprika (bot. Capsicum) ist die übergeordnete Gattung der einzelnen Chilipflanzen. Sie ist hauptsächlich bekannt für die Gemüsepaprika und die verschiedenen Chilipflanzen. Der Name Paprika ist ursprünglich vom lateinischen piper abgeleitet, was so viel wie Pfeffer bedeutet. Die Blüten der Paprikas wachsen immer an einem Stiel. An diesem Stiel wird dann durch die Bestäubung die Schote gebildet. Oft bezeichnen wir die Früchte der Paprika und Chilis als Schote. Botanisch richtig ist es jedoch eine Beere. Der Geschmack der Beeren kommt hauptsächlich von ätherischen Ölen. Die Schärfe kommt vom Alkaloid Capsaicin.

Die Grössten Paprika- und Chiliproduzenten sind heute China, Mexiko und die Türkei. Europa und vor allem die Schweiz sind für die Chiliproduktion im internationalen Vergleich unbedeutend.

Pikieren

Siehe "Umtopfen"

Pubescens

Die Gattung Capsicum Pubescens kommt vorwiegend in Südamerikanischen Ländern vor. Die Pubescens Chilis sind die am wenigsten verbreiteten. Pubescens bedeutet behaart - die Capsicum Pubescens haben haarige Blätter. Diese Chiliart kann sehr alt werden, so dass der Stamm verholzt. Daher werden die Pubescens auch oft als Baumchilis bezeichnet. Ein weiteres Markenzeichen dieser Chili-Pflanzen sind die braun-schwarzen Chilisamen. Die wohl bekanntesten Sorten der Pubescens-Familie sind die Rocotos.

Q

R

 

Ristra

Nicht jeder hat einen Dörrautomaten zuhause. Daher gibt es eine einfache und dekorative Art die Chilischoten zu trocknen – die Chiliristras. Zur Erstellung einer Ristra benötigt man nur Faden, Schere und einige frische Chilischoten mit Kelch. Zum Erstellen der Ristras bindet man am besten drei Chilischoten zusammen. Diesen Schritt wiederholt man dann am Faden mit ca. 7cm Abstand bis die gewünschte Länge erreicht ist. Danach nimmt man einen zweiten Faden. Um diesen Faden flechtet man den anderen Faden wie zu einem Zopf. Die Spitzen der Schoten müssen nun alle nach aussen zeigen. Danach muss die Chili-Ristra an einen trockenen gut gelüfteten Standort aufgehängt werden. Die Trocknung kann dann einige Wochen dauern.

S

Scoville (-Skala)

Die Scoville-Skala ist der Massstab zur Ermittlung der Schärfe der Chilischoten. Scoville wird gemessen indem der Anteil des Capsaicins in der getrockneten Frucht ermittelt wird. Oftmals werden die Messungen jedoch angezweifelt, da bei der Ermittlung massgebend ist, von wo die Probe genommen wird. So hat die Plazenta einen deutlich höheren Capsaicin-Anteil wie das Fruchtfleisch an der Spitze.

Die Scoville-Einheit wird eigentlich anhand der notwendigen Verdünnung des Capsaicins mit einer Flüssigkeit (meistens Wasser) gemessen, bis dies nicht mehr feststellbar ist. Das heisst bei 10‘000 Scoville sind 10 Liter Wasser notwendig, bis die Schärfe nicht mehr wahrgenommen wird.

Der Schärfegrad einer Chili-Frucht kann oftmals nur ungenau bestimmt werden, da dies von verschiedenen Faktoren wie Boden, Licht oder des Erntezeitpunkts abhängig ist.

T

Topping

Topping ist eine Technik um möglichst buschige Pflanzen zu erhalten. Dabei wird relativ früh (die ersten richtigen Blätter sollten jedoch ausgebildet sein) die Pflanze "geköpft", d.h. oben geschnitten. Dadurch soll sich eine Verzweigung mit neuen Trieben bilden. Topping sollte man nur bei gesunden Pflanzen machen. Es besteht jedoch immer ein Risiko, dass die Pflanze abstirbt. Beim Topping ist zwingend auf sauberes, steriles und scharfes Werkzeug zu achten.

U

 
 

Umtopfen

Nach der erfolgreichen Aussaat, also wenn die Pflanze zwei richtige Blätter ausgebildet hat, ist es Zeit für das Umtopfen oder auch Pikieren. Die entsprechende Anleitung findest du unter Chili-Anbauanleitung. In der Regel vertragen Chilipflanzen das Umtopfen sehr gut und man pflanzt die Chili zuerst in einen mittleren Topf bevor es in den endgültigen Topf oder ins Freiland geht.

V

Verzweigungen

Verzweigungen sind für ein buschiges Wachstum der Chilipflanze und viele Blüten, und somit einer reichen Ernte, von immenser Bedeutung. Im Idealfall ergeben sich bei gesunden Pflanzen die ersten Verzweigungen bei ca. 10-15cm. Die Chilipflanzen bilden grundsätzlich Verzweigungen, wenn die Pflanze es für richtig hält. Man kann jedoch ein wenig nachhelfen. Ein wichtiger Faktor ist das Pflanzenlicht während der Anzucht (je mehr, desto langsamer wächst sie, desto früher die Verzweigung), da damit das „Schiessen“ verhindert werden kann. Eine andere Möglichkeit ist das Topping. Hier schneidet man die Spitze mit einem sauberen Werkzeug ab und nach 2-5 Tagen sollten sich neue Triebe bilden. In den Verzweigungen bilden sich oft eine oder mehrere Blüten.

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Wurzeln

Hauptaufgabe der Wurzeln ist die Nährstoffaufnahme und sind massgebend für die Vitalität und die Widerstandskraft der Chilipflanze. Für eine starke Wurzelbildung kann mit den entsprechenden Additiven nachgeholfen werden (z.B. Plagron PowerRoots). Chili-Wurzeln wachsen oftmals eher tief in die Erde, statt in die Breite. Der Platz für die Wurzeln hat jedoch einen sehr starken Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen. Ist wenig Platz für die Wurzeln vorhanden, merkt dies die Chilipflanze. Sie stellt das Wachstum mehr oder weniger ein und beginnt mit der Blüte. Jedoch gibt es dann auch nicht allzu viele Blüten. Es empfiehlt sich also die Chilipflanzen (mehrfach) umzutopfen, damit die Wurzeln sich richtig entfalten können. Peperonchili topft die Pflanzen immer zweimal um. Zuerst in einen 1.5 Liter Pflanzentopf und abschliessend in einen 25 Liter Topf.

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